„Nach
Addis Abeba“ - ein Bühnenabendessen
in fünf Gängen
Von Beat Sterchi
Regie: Ursina Greuel
Musik: Margrit Rieben.
Ausstattung: Catharina Strebel
Licht: Jens Seiler
Es spielen Franziska von Fischer, Sabina Frey, Markus Mathis, Krishan
Krone, Michael Wolf, Sibylle Burkart und Agnes Lampkin.
Man
trifft sich zu einer Abendgesellschaft, redet und redet und redet
über Gott und die Welt und das Essen, die Kleider und die Reise
nach Addis Abeba. Doch die Reise findet im Wohnzimmer statt. Floskeln
der Alltagssprache schwirren im Raum, man begibt sich - stets die
Handlung kommentierend - vom Apéro über den Hauptgang
zur Torte. Es wird ständig kommuniziert, ohne dass ein Austausch
stattfände.
Doch bei Sterchi wird kein moralisches Urteil gefällt. Mit
Mitteln der Überhöhung treibt er das Geschehen ins Absurde.
So reden z. B. zu Beginn alle ununterbrochen in ihr Handy. Da aber
alle in ihr Handy reden, und ständig eines klingelt, weiss
niemand so ganz genau, mit wem er eigentlich spricht. Das ist auch
egal, denn die Hauptsache ist, dass man selber redet. Es gibt einem
die Gewissheit, das man existiert.
Eine Musikerin taucht plötzlich auf, das Dienstmädchen.
Sie kümmert sich nicht um die Etikette, steigt auf Tische,
bringt Lampenschirme zum Tanzen und Stühle zum Klingen. Sie
führt ihre eigene Klangwelt in den Sprachteppich ein - mal
unterstützend, mal störend. Für Momente existiert
nur noch die Musik, ein Wechselspiel aus Rhythmen, die Schauspieler
werden zu Instrumenten.
(Probefoto)
Spielplan
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