Giacumbert Nau, der Mann der Gaglinera »
nach Leo Tuor
In räteromanischer, deutscher und französischer Sprache 
Choreographisches Objekt- und Figurentheater mit Chorgesang

Adaptation, Regie und szenische Objekte: Philippe Minella
Musikalische Leitung und Chorleitung: Claudio Simonet und dem Ensemble Krambamuli
Spiel mit den Figuren und Objekten: Iris Weder
Schauspiel: Krishan Krone
Mit den Figuren von: Barla Monego-Venzin
Lichtdesign und Bühnenbild: Ueli Binggeli 
Kostüme : Marlis Candinas
Projektleitung: Iris Weder und Markus Schenk

Schon 1988, als „Giacumbert Nau“ von Leo Tour auf Surselvisch erschien, sprach man von
einem starken Stück Literatur. Giacumbert Nau, der Greina-Hirt, ist kein schläfriges, blindes,
langweiliges Herdentier. Er reflektiert und beobachtet. Und er hadert: mit Autoritäten, mit Gott,
mit dem Wetter, mit sich selbst und mit seiner Geliebten Albertina. Aus dem Greina-Nebel tauchen böse Bilder auf. Aber da ist auch das Rauschen der Greina-Bäche, das Wiehern der Winde auf der Wetterscheide, das Wüten des Gewitters im Fels. Da ist der behäbig breite Coroi, die kluge Diabola. Und da ist Albertina, deren Duft der dunkelgelbe Duft des Safrans ist, und deren Haut bitter wie das Salz der Erde schmeckt.

Die Geschichte lebt von den Gedanken und Notizen der Hauptfigur über das Leben und unsere Gesellschaft. Der einzige „rote und weisse Faden“ ist der Alpaufzug im Frühjahr und der Alpabzug im Herbst. Entlang diesem Faden folgen wir den Mäander der Gedanken von Giacumbert
Diese Gedanken folgen einander nicht wie am Schnürchen, wie die Tiere von Giacumbert, sondern orientieren sich an den Sinnen und Klängen des Chors, dem romanischen Gesang und des sursilvanischen und deutschen oder französischen Textes.

Premiere: 3. August 2008 in Disentis/Mustér






 

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