Die Welt so gross

Von Ferruccio Cainero


Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann

Do weer de Welt so grot!
(Aus einem plattdeutschen Lied von Klaus Groth)


Spiel:      KrishanKrone
Regie:     Ferruccio Cainero
Musikalische Beratung: Rico Punzi
Choreographische Beratung: Tina Beyeler

Produktionsleitung:  Gabi Bernetta
Produktionsassistenz: Roman Weishaupt

Zweifellos ist es spannend, als Sohn eines Vaters aufzuwachsen, der in  einer Entwicklungshilfeorganisation arbeitet und schon in frühester Kindheit Paris, Rom und Lima kennen zu lernen, die exotischsten Gerüche einzuatmen und dabei nebenbei noch Sprachen wie Französisch, Römisch, Peruanisch und Englisch zu sprechen, als wären es die Muttersprachen. Die Kehrseite der Medaille liegt allerdings in den vielen Umzügen, den wiederkehrenden Trennungen von lieb gewonnenen Orten, Gewohnheiten und vor allem Freunden: Da muss man schon zu Tricks greifen und die Freunde kurzerhand in der Fantasie mitnehmen. Wenn die auch noch begnadete Teppich-Piloten sind und sie einem beibringen, über die weissen Dächer von Paris, über Inkastädte und quer über den unermesslichen Himmel des Nordens, ja , sogar in die Sixtinische Kapelle zu fliegen, um dort Gott bei der Arbeit zu zuschauen, dann sind die Trennungen schon nicht mehr ganz so schmerzhaft.
Frage ist nur: Wo bleiben die nicht geweinten Tränen? Verdunsten sie einfach? Oder sickern sie in den Boden unter den Füssen und höhlen diesen nach und nach immer weiter aus...?
Ferruccio Cainero, selber ein begnadeter Erzähler (Schweizer Kleinkunstpreis / Salzburger Stier),  Regisseur und Autor  hat sich von Krishan Krones Kindheitsgeschichten inspirieren lassen und sie zu einem fliegenden Erzählteppich feinsten Geschichtengarns verwoben...

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Videoauszüge: "Römische Geschichten" & "Beim Papst"

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